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10 Jahre Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung

Seit 2012 fördert und schützt die Stiftung das kulturelle Erbe der Schriftstellerin

LWL-Kulturdezernentin und Vorstandsvorsitzende der Stiftung Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, Gründungsdirektor und Künstlerischer Leiter des Center for Literature Dr. Jörg Albrecht und LWL-Direktor und Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Matthias Löb vor dem Rüschhaus in Münster.

Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848) ist weltweit die meistgelesene deutsche Schriftstellerin, die bereits im 11. Jahrhundert urkundlich erwähnte Burg Hülshoff ihr Geburtsort. Um die beiden Lebensorte der Schriftstellerin, Burg Hülshoff und Haus Rüschhaus in Havixbeck (Kreis Coesfeld) und Münster, zu erhalten, wurde 2012 die Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung mit einem Stiftungskapital von 19,3 Millionen Euro gegründet. Unter der Federführung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) fanden sich 23 weitere Mitglieder.

Im Vorstand engagieren sich der Historiker Prof. Dr. Peter Funke als stellvertretender Vorsitzender und Jochen Herwig, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der LVM Versicherung. LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger als Vorstandsvorsitzende der Stiftung erläutert, worum es geht: "Wir wollen das geistige Erbe und die mit Droste zu Hülshoff verbundenen kultur- und kunsthistorischen Werte vermitteln. Deshalb haben wir 2018 mit dem Center for Literature eine Literaturinstitution geschaffen, die im Dialog mit den Künsten und der Wissenschaft steht und den Kosmos der Schriftstellerin ins Heute übersetzt."

2020 wurden weitere Mittel der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien und des Landes NRW eingeworben, um ein neues Gästehaus auf dem Gelände der Burg zu bauen. In den Residenzwohnungen sollen Studierende der Kunsthochschule Köln aus dem Studiengang Literarisches Schreiben beherbergt werden.

Ein konkretes Ziel der Stiftung war es außerdem, die beiden Lebensorte der Droste neu zu verbinden. Bei der Entwicklung des Lyrikwegs waren mehr als 60 Künstler:innen, Autor:innen, Wissenschaftler:innen und Nachbar:innen beteiligt. Das Museum im öffentlichen Raum verläuft auf einer Strecke von etwa sieben Kilometern und verfügt über 20 Stationen in der Landschaft.

Das Center for Literature (CfL) hat seit seiner Gründung 2018 mit regionalen und überregionalen Partnern zusammengearbeitet und mit seinem Programm bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Der Gründungsdirektor und künstlerischer Leiter Dr. Jörg Albrecht: "Das CfL zeichnet sich durch innovative Formate der Literaturvermittlung aus, denen ein offenes Denken und die interdisziplinäre Verknüpfung der Künste zugrunde liegen." Die Produktionsstätte für Texte sei auch ein Begegnungsraum: "Wir verstehen Literatur als Fest und das CfL als ein Laboratorium, das künstlerische und soziale Prozesse zusammendenkt."

In der zweiten Jahreshälfte wird erstmalig das zweite Obergeschoss der Burg Hülshoff für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht: Die Ausstellung Droste Digital (ab 16. September 2022) basiert auf den Handschriften Drostes aus dem Meersburger Nachlass, die vom Westfälischen Literaturarchiv erstmals umfassend digitalisiert worden sind.

Die Arbeit von Burg Hülshoff - Center for Literature (CfL) wird dauerhaft gefördert durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Mehr zum Programm von Burg Hülshoff - Center for Literature:
www.burg-huelshoff.de
https://digitale-burg.de
www.lyrikweg.net

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