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Augustlesung der Literaturline

Kinga Tóth beim Lyriktreffen Münster 2026

Kinga Tóth

Das diesjährige Lyriktreffen Münster (03. bis 05. Juli 2026) stand unter dem Motto "Poesie und Sprechblase" - aufgerufen wurde damit sowohl der Comic und seine Beziehung zur Lyrik, zugleich aber auch das formelhafte Sprechen, wiederholte Phrasendrescherei und die Frage, welche Möglichkeiten sich der Poesie in einer davon geprägten Zeit bieten.

Auf der großen Bühne im Theater Münster hatte das Publikum am Freitag- und am Samstagabend die Gelegenheit, internationale Dichter:innen in Lesung und Gespräch zu erleben. Eine Lesung vom Freitagabend lässt sich nun in der Literaturline nachhören: Kinga Tóth, Sprachwissenschaftlerin, Klang-Poetin, Illustratorin und Kulturmanagerin las, sang, tönte aus ihrem neuesten Gedichtband MARIAMACHINA (Matthes und Seitz 2026). Darin lässt sie heilige Frauen vom Mittelalter bis heute mit Frauen der Gegenwart und Zukunft ins Gespräch kommen, verwebt Erfahrungen, lässt traditionelle Gebete und liturgische Fragmente genau wie Ostblockhexenriten ertönen, ein vielstimmiges Gebet für Freiheit, Gleichgerechtigkeit und Sorge, radikal und poetisch.

Kinga Tóth, 1983 in Ungarn geboren, ist Sprachwissenschaftlerin, Visual-&-Sound-Poetin, Illustratorin und Kulturmanagerin sowie Gründerin einer Organisation für Gleichberechtigung und Frauenrepräsentation im Literaturbetrieb in Ungarn. Tóth schreibt auf Deutsch, Ungarisch und Englisch und hinterfragt dabei Sprach- wie Genregrenzen. Ihre Texte sind Teil von Installationen und Performances. Für ihre intermediale Arbeit bekam sie verschiedene Stipendien und 2020 den Hugo-Ball-Förderpreis sowie den Bernard-Heidsieck-Prix. 2026 erhielt sie beim Bachmannwettbewerb den Kelag-Preis für ihren Text OstblockMädl.

Weiterführende Informationen: www.lyriktreffen.de und www.kingatoth.com

Zu hören sind die Lesung von Kinga Tóth sowie ihr anschließendes Gespräch mit Anja Utler auf der Bühne im Theater Münster während des Lyriktreffens 2026 auf der Website der Literaturline.

Ihre persönliche Lesung für zuhause oder unterwegs: Seit 2001 bringt die Literaturline des Kulturamts der Stadt Münster Informationen, Texte und Ton über das Internet zu den Zuhörer:innen. Sie klingt und deklamiert, erzählt und dramatisiert - mal traditionell, mal experimentell. Geboten wird ein Spektrum ganz unterschiedlicher Lesungen von Lyrik, Kurz- und Kürzestprosa über Kostproben aus Roman, Märchen, Krimi, Biografie, Satire bis zu Lyrikvertonungen, Hörspiel, Kabarett und Klangcollage.

Aktuelles
  • LILA WÜRMER

    Literaturveranstaltungen für Kinder sind nun im [lila we:]-Kalender einfacher zu entdecken. Ab sofort kriechen die LILA WÜRMER über diese Website und markieren Veranstaltungen für Nachwuchs-Bücherwürmer. Neben dem Kalender auf dieser Website können die Würmer auch bei Instagram und auf den halbjährlichen Programmflyern entdeckt werden.

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  • Comic-Preis für Keum Suk Gendry-Kim

    Der Dortmunder Comic-Preis geht 2027 an die südkoreanische Zeichnerin und Autorin Keum Suk Gendry-Kim. Die Jury würdigt ihre Graphic Novel "Gras", die von den Erfahrungen koreanischer Überlebender sexualisierter Gewalt im Zweiten Weltkrieg erzählt. Die Preisverleihung findet am 12. Februar 2027 im Dortmunder Rathaus statt.

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  • LITFILMS: Die Preisträger:innen

    Die Preise des diesjährigen LITFILMS Festivals Münster wurden am 27. September im Schloßtheater Münster vergeben. Der walisische Spielfilm "Effi o Blaenau" von Regisseur Marc Evans, nach dem Stück "Iphigenia in Splott" von Gary Owen, gewinnt den mit 5.000 Euro dotierten Preis im Wettbewerb "Literaturadaption".

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  • Neue Stipendiatinnen des Fritz-Hüser-Instituts

    Alexa Dietrich und Josefine Soppa erhalten die diesjährigen Arbeitsstipendien des Fritz-Hüser-Instituts. Ihre Texte erzählen von weiblichen Arbeitsbiografien und Sorgearbeit sowie von Körpern, Technik und Infrastruktur. Beide Stipendien sind mit je 4.000 Euro dotiert. Eine dreiköpfige Jury wählte ihre Arbeiten aus.

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