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Bezirksregierung Münster bewilligt Mittel für "Droste Welten"

Mittel stammen aus dem EFRE-Programm "Erlebnis.NRW - Zukunft von Kultur, Natur und nachhaltigem Tourismus gestalten" der EU und des Landes NRW

In der historischen Bibliothek der Burg Hülshoff übergibt Regierungspräsident Andreas Bothe (r.) den Förderbescheid an Jörg Albrecht, künstlerischer Leiter und Geschäftsführer der Burg Hülshoff - Center for Literature.

Kultur, Natur und nachhaltiger Tourismus lassen sich auf innovative Weise miteinander verbinden - das zeigt das Projekt Droste Welten, mit dem die Annette von Droste Hülshoff-Stiftung ein Modellvorhaben für nachhaltigen Erlebnistourismus schafft. Die Bezirksregierung Münster hat dazu jetzt eine Förderung in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro bewilligt. Die Mittel stammen aus dem EFRE-Programm Erlebnis.NRW - Zukunft von Kultur, Natur und nachhaltigem Tourismus gestalten der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen.

"Droste Welten vereint unterschiedlichste Ansätze auf eindrucksvolle Weise: Natur und Kultur, Wissensvermittlung und künstlerische Formate, analoge und digitale Elemente. Selbst die Denkmalpflege wird hier mit aktiver Partizipation verbunden. Dieses Zusammenspiel macht das Projekt zu einem besonderen Modellvorhaben, das weit über die Region hinausstrahlen kann. Ich freue mich, dass wir mit der Förderung einen so vielseitigen Impuls für die kulturelle Zukunft setzen können", betonte Regierungspräsident Andreas Bothe  am 26. September bei der Übergabe des Förderbescheids auf Burg Hülshoff.

Ein Modellprojekt an authentischen Orten

Das Projekt läuft bereits seit dem 01. März 2024 und ist auf drei Jahre bis Ende Februar 2027 angelegt. Im Mittelpunkt stehen die authentischen Orte der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff: Burg Hülshoff, Haus Rüschhaus, der Lyrikweg sowie die Digitale Burg. Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung neuer Ausstellungs- und Vermittlungskonzepte für die Museen in Burg Hülshoff und Haus Rüschhaus. Die Dauerausstellungen werden gestalterisch neu konzipiert, um unterschiedliche Zielgruppen zu erreichen und das Werk und Wirken der Dichterin zeitgemäß erlebbar zu machen.

Zugleich erfährt die technische Infrastruktur eine grundlegende Modernisierung. Digitale und interaktive Formate, auch mit spielerischen Elementen, eröffnen neue Zugänge zur Literatur. Besucherströme werden künftig besser erfasst, und ein neues Kassensystem sorgt für zeitgemäße Abläufe im Betrieb. Ergänzt wird das Vorhaben durch bauliche Maßnahmen zur Barrierefreiheit wie einen Hublift in der Burg Hülshoff und die Instandsetzung der Hülshoffer Allee. Auch die naturnahe Neugestaltung des Gartens am Haus Rüschhaus mit einem partizipativen Mitmach-Garten sowie die Erhöhung der Biodiversität im Areal gehören zum Projekt.

Darüber hinaus baut die Stiftung ihre Netzwerke im Bereich Literatur- und Kulturvermittlung weiter aus und stärkt so die langfristige Zusammenarbeit von Partnerinstitutionen. Die Gesamtausgaben des Projekts belaufen sich auf 2.753.000,04 Euro. Bei einem Fördersatz von insgesamt 80 Prozent - 50 Prozent aus EU-Mitteln und 30 Prozent aus Landesmitteln - hat die Bezirksregierung Münster eine Förderung in Höhe von 2.202.400,02 Euro bewilligt.

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