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Haus Krus - Ein Ort mit Geschichte(n)

Ministerin Ina Scharrenbach und Bürgermeister Hermann Temme eröffnen "Haus Krus" in Bellersen

Ministerin Ina Scharrenbach, Bürgermeister Hermann Temme und Frederik Köhler als Initiator des Projekts eröffnen mit vielen Beteiligten feierlich Haus Krus in Bellersen.

In Brakel-Bellersen ist im ehemaligen Wohnhaus des verstorbenen Kreisarchivars Horst-Dieter Krus ein außergewöhnlicher Ort der Begegnung in Kombination mit Ausstellungsräumen zu Annette von Droste-Hülshoffs Novelle Die Judenbuche entstanden. Der Heimat und Verkehrsverein Bellersen unter Federführung von Frederik Köhler hat Planung, Konzeption und Umsetzung initiiert und übernommen. Rund 70 ehrenamtliche Helfer haben das Projekt unterstützt. Finanziell gefördert wurde das Projekt vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Stadt Brakel.

Zur feierlichen Eröffnung war Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, nach Brakel-Bellersen gekommen. Gemeinsam mit Bürgermeister Hermann Temme, Christian Haase, Mitglied des Deutschen Bundestags, Kreisdirektor Klaus Schumacher sowie rund 60 ehrenamtlichen Helfern und Gästen wurde "Haus Krus" feierlich eröffnet. Entstanden ist im ehemaligen Wohnhaus des verstorbenen Kreisarchivars und Ortsheimatpflegers von Bellersen ein multifunktionaler Ort der Begegnung und des Bewahrens. Haus Krus beherbergt eine Ausstellung zur Novelle "Die Judenbuche", ein Archiv, einen Gemeinschaftsraum und die Bellerser Schaubrennerei.

Der Krus-Nachlass umfasste unter anderem eine Fachbibliothek mit etwa 20.000 Büchern und Schriften, verschiedene Sammlungen mit lokalem Bezug und ein umfangreiches Foto- und Diaarchiv mit rund 80.000 Bildern. Um diesen Nachlass zu erhalten und in angestammter Umgebung zu belassen, wurde das Wohnhaus von Horst-Dieter Krus innerhalb der letzten drei Jahre zu einem zentralen Erlebnisort der Begegnung, der Tradition, des Wissens und des Austausches über Geschichte, Gegenwart und Zukunft des ehemaligen Hochstifts Paderborn umgebaut. Dank vieler heimischer Firmen und insbesondere des hohen Engagements vieler Ehrenamtlicher konnte die Projektidee verwirklicht werden.

"Der Heimat- und Verkehrsverein Bellersen e.V. hat das Vermächtnis von Horst-Dieter Krus genommen und einen Ort der Begegnung mit jeder Menge regionalem Wissen geschaffen. Im Rahmen der Heimatförderung unterstützen wir das Projekt mit 577.984 Euro. Mit der Heimatförderung will die Landesregierung Menschen Initiativen, Projekte und Vereine unterstützen, die mit viel Engagement unser Kulturerbe und somit auch unsere Heimat erlebbar machen wollen. Ihr Engagement ist der Kitt in unserer Gesellschaft, der diese zusammenhält. Ein großartiges Beispiel dafür wird heute mit dem Haus Krus in Bellersen eröffnet", sagt Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Bürgermeister Hermann Temme dankte dem Heimat- und Verkehrsverein und den vielen ehrenamtlichen Helfern für ihr tatkräftige Engagement."Haus Krus ist ein ganz besonderer Ort, ein Raum des Wissens und der Begegnung. Ich wünsche dem Heimat- und Verkehrsverein, dass dieser Ort mit Leben gefüllt wird. Dass viele Schülerinnen und Schüler kommen, die sich mit der Schriftstellerin Annette von Droste-Hülshoff und dem Dorf B. beschäftigen", so Bürgermeister Hermann Temme.

Zum Hintergrund: Horst-Dieter Krus war eine bemerkenswerte und außergewöhnliche Persönlichkeit im Kreis Höxter. Der ehemalige Archivar der Kreisverwaltung Höxter und Ortsheimatpfleger von Bellersen hatte ein unschätzbares Wissen der Heimatgeschichte. Er war in Sachen Heimatpflege eine Instanz - weit über die Grenzen des Kreises Höxter hinaus. 2018 ist Horst-Dieter Krus unerwartet verstorben und hat seine Sammlung hinterlassen. Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung hat das Projekt "Haus Krus - Ein Ort mit Geschichte(n)" mit einer Zuwendung aus dem Heimat-Förderprogramm (Element: Heimat-Zeugnis) des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Die Stadt Brakel hat den kommunalen Eigenanteil übernommen.

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