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LITFILMS Festival 2026

Wo Wort auf Leinwand trifft: Das LITFILMS Festival 2026 macht Münster zur Bühne für Film und Text

Aïsha Noomi Stief

Vom 18. bis 27. September 2026 wird Münster erneut zum Schauplatz für eines der außergewöhnlichsten Kulturevents Deutschlands: Das Literatur Film Festival Münster (LITFILMS) geht in seine vierte Runde. Als bundesweit einziges Festival seiner Art stellt es das spannungsreiche Wechselspiel zwischen literarischem Text und bewegtem Bild in das Zentrum seines Programms. Aïsha Noomi Stief und Conrad Dreyer werden "Artists in Residence".

Das Schloßtheater Münster sowie verschiedene weitere Spielstätten in der Stadt verwandeln sich im September in eine Bühne für Literaturverfilmungen, Filmlesungen und filmische Porträts über Literaturschaffende. "Wir freuen uns darauf, zum vierten Mal zu zeigen, wie Literatur und Film miteinander verschmelzen und sich gegenseitig bereichern können", so die Festivalleitung Carsten Happe und Risna Olthuis.

Conrad Dreyer

Residenz-Projekt: Mensch-Maschine-Interaktion im Fokus

Ein besonderes Highlight der diesjährigen Ausgabe ist das Residenz-Stipendium, für das die Filmemacherin Aïsha Noomi Stief und der Autor Conrad Dreyer aus insgesamt 71 Bewerber:innen ausgewählt wurden. Während ihres dreimonatigen Aufenthalts in Münster und dem Münsterland realisiert das Duo das Projekt 14+1 Wege mit Robotern umzugehen. In Anlehnung an die Form eines Sonettenkranzes entwickeln die Künstler:innen 14+1 Texte und 14+1 Kurzfilme, die sich mit der zunehmenden Präsenz von Künstlicher Intelligenz und humanoiden Robotern in unserem Alltag auseinandersetzen.

"Das Digitale wird zukünftig autonom, abseits von User Interfaces, in der physischen Welt Einzug halten. Da stellt sich die Frage: Wie gehe ich als Mensch mit einem Roboter um? Und wie geht er mit mir um? Diese Fragen wollen wir mit unserem Werk künstlerisch beantworten. Oder zumindest zu ihrer Beantwortung beitragen", erklären Stief und Dreyer ihr Vorhaben. Die Ergebnisse dieser Arbeit werden als Werkschau im Rahmen des Festivals präsentiert.

Ein Festival schlägt Brücken

Das LITFILMS findet im jährlichen Wechsel mit dem Filmfestival Münster statt und hat sich in seinen bisherigen drei Ausgaben als wichtige Instanz etabliert. "Münster hat eine unglaublich lebendige Literatur- und Filmszene. Mit dem LITFILMS schaffen wir eine Plattform, auf der Newcomer und etablierte Größen zusammenkommen. Das Festival ist mittlerweile eine unverzichtbare regionale Institution und findet auch bundesweit große Beachtung", ergänzen Steffi Köhler und Anna Schlottbohm, die Geschäftsführerinnen der Filmwerkstatt Münster.

Das vollständige Festivalprogramm wird Ende August veröffentlicht.

Aktuelles
  • Literatur-Eule 2026

    Die Neue Literarische Gesellschaft Recklinghausen schreibt ihren 39. Wettbewerb für Autor:innen aus NRW aus. Es gibt wieder einen Jury- sowie einen Publikumspreis. Alle Texte der Endrunde werden in einer Anthologie veröffentlicht. Der Schreibimpuls lautet "ohne punkt und komma". Die Autor:innen der Endrunde lesen ihre Texte bei der Recklinghäuser Literaturnacht am 14.11.2026 in der Altstadtschmiede Recklinghausen.

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  • LiteraturTaler 2026 geht an Herbert Somplatzki

    Der LiteraturRat NRW feiert in diesem Jahr sein 40. Bestehen. Zu diesem Jubiläum zeichnet der LiteraturRat NRW einen seiner Mitbegründer, den 92jährigen Autor Herbert Somplatzki, für seine außerordentlichen Verdienste um die Literatur in Nordrhein-Westfalen mit dem LiteraturTaler 2026 aus. Die Preisverleihung fand am 02. Juni in der Zentralbibliothek Düsseldorf statt.

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  • Museum für Westfälische Literatur präsentiert sich in Telgte

    Nach dem erfolgreichen Auftakt im Jahr 2024 findet der zweite Markt der Museen in diesem Jahr im Dümmert-Park in Telgte statt. Das Museum für Westfälische Literatur ist mit einem Info- und Mitmachstand auf dem Markt der Museen vertreten. U.a. erwartet die Besucher:innen ein Live-Holzschnittdruck mit Horst Dieter Gölzenleuchter.

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  • Poesie und Sprechblase

    Das Leitmotiv des diesjährigen Internationalen Lyriktreffens Münster ist "Poesie und Sprechblase". Damit wendet sich das Festival einem Phänomen zu, das unsere Gegenwart zunehmend prägt: der Omnipräsenz von Floskeln, Phrasen, Formeln. Schwindelerregend laut, algorithmisch kuratiert, kaum zu ignorieren. U.a. mit Ursula Krechel, Oksana Maksymchuk, James Noël, Abdalrahman Alqalaq und Monika Rinck.

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