

Elina Penner: Die Unbußfertigen
Das Netz als Echokammer, die Sichtbarkeit als Währung, das Schweigen als Strafe. Darum geht es in Elina Penners aktuellem Roman Die Unbußfertigen.
Zehn Menschen, wie sie das Netz hervorgebracht hat, folgen darin einer Einladung in ein abgelegenes Herrenhaus. Ein Event? Auf jeden Fall, nur ohne Empfang. Darunter eine Mutter, die ihre Kinder zur Marke gemacht hat. Eine Busfahrerin zwischen Heilstein und Hassrede. Eine Influencerin mit dem berühmtesten Arsch des Landes. Drei Frauen mit Followerzahlen wie Aktienkurse. Sieben Männer im Kommentarbereich. Doch plötzlich ist alles real. Offline. Immer mehr von ihnen verschwinden. Und jemand sieht zu.
Elina Penner, 1987 noch gerade so als Sowjet-Bürgerin geboren, erklärt seit über 30 Jahren, wieso sie mennonitisch-plautdietsche Deutsche und nicht Russin ist. Dank ihres 2022 erschienenen Debütromans "Nachtbeeren" wird das mit dem Erklären weniger. Da sie Gegensätzliches liebt, hat sie sowohl in Bayern als auch in Berlin studiert. Sie lebt seit Jahren wieder in der ostwestfälischen Heimat, von wo aus sie das Online-Magazin "Hauptstadtmutti" betreibt. Texte von ihr erschienen bei Der Spiegel, Vogue, 11 Freunde.
Nach der Lesung signiert die Autorin gerne ihre Bücher, die vor Ort am Büchertisch erworben werden können.
Eine Veranstaltung im Rahmen von lila lettern - literatur aus westfalen des Netzwerks literaturland westfalen, gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW und den Landschaftsverband Westfalen-Lippe.




