
Flügel wie Schiefer. Hundert Tage Hochgebirge
Hundert Tage im Jahr bleiben Mauersegler in der Schweiz. Von Juni bis Oktober 2024 tat die Schriftstellerin Anja Liedtke es ihnen gleich: Sie verbrachte als Writer in Residence einen langen Sommer in Arosa im Kanton Graubünden.
Intensiv und poetisch beschreibt sie in ihrem neuen Buch die Schönheit des schweizerischen Hochgebirges und den Reichtum kilometerweiter Magerrasen, schildert Pflanzen, die sie auf ihren Wanderungen und beim Liegen in Wiesen gesehen und befühlt hat, ebenso wie die Tiere, die sie gehört und mit dem Fernglas erspäht hat. Dabei werden ihr auch seltene Begegnungen mit dem Alpen-Salamander und Wölfen zuteil; letztere sind in Graubünden ebenso umstritten wie in Liedtkes Heimat im Ruhrgebiet. Und zu ihrer Überraschung erfährt sie, dass es während der Kleinen Eiszeit in Arosa bereits Klimaflüchtlinge gab.
Annette Rettich begleitet die Veranstaltung am Cello. Sie ist u.a. Preisträgerin des internationalen Charles Hennen Concours und tritt z.B. mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, mit dem Cölner Barockorchester, Anima Eterna Brügge, Les Musiciens du Prince (Barockorchester der Opera Monte Carlo) u.a. bei den Salzburger Festspielen auf. Neben ihrem Studium in Dortmund und Bremen besuchte sie Meisterkurse bei David Geringas, Martin Lovett (Amadeus Quartett) und Thomas Brandis. Seit 2007 ist sie Mitglied der Formation Die Grenzgänger, mit der sie 2014 den Preis der Deutschen Schallplattenkritik erhielt.



