
Wie plottet man einen Kriminalroman?
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Die erste Idee für einen Kriminalroman fliegt einem manchmal zu: ein interessantes Setting, eine heldenhafte Person, die Lesende einfach mögen müssen. Vielleicht ist schon klar, was am Anfang passiert: ein Mord, eine Leiche wird gefunden, jemand plant ein furchtbares Verbrechen. Möglicherweise weiß man auch schon, wer Antagonist:in (die Person, die einen Mord begeht) ist und wie die Geschichte ausgeht. Doch zwischen Anfang und Ende liegen 250 oder 300 Seiten, die gefüllt werden wollen, auf denen etwas passieren sollte. Aber was? Gegen die große Leere in der Mitte des Romans hilft ein Plot. Ein Plot ist weder ein Verkaufspapier noch etwas, das man einem Lektorat oder einer Agentur zeigen sollte. Ein Plot ist die Selbstvergewisserung, dass der Roman gelingen kann, der Rote Faden, der die Geschichte zusammenhält.
Im Workshop werden die Plots der von den Teilnehmenden angedachten Kriminalromane anhand von sieben Plot-Points entwickelt, ihre Geschichten strukturiert. Am Ende sollen alle Teilnehmenden einen Pitch in der Hand haben, der auf einer halben Textseite alles enthält, was den jeweiligen Kriminalroman einzigartig macht. Hierfür werden die Teilnehmenden gebeten, vorab in drei Sätzen zu beschreiben, worum es in ihrem geplanten Kriminalroman geht und wer ihre Hauptfigur ist.
Jürgen Kehrer ist mit 21 Romanen und fast ebenso vielen Drehbüchern der Schöpfer des Privatdetektivs Georg Wilsberg aus Münster, der seit 1995 im ZDF zu sehen ist. Neben den Wilsberg-Stoffen schreibt Jürgen Kehrer weitere historische und Gegenwarts-Kriminalromane, Sachbücher und Drehbücher. Zuletzt erschienen: Heldenreise ins ewige Eis (Quadriga Verlag, Februar 2026).




