Literaturtipp

Alfons Huckebrink

Edith und wir

Elsinor-Longinus, Coesfeld 2024

Erste Liebe. Die Morgendämmerung des Lebens. Thomas verguckt sich in seine Mitschülerin Edith, die ebenfalls von Albert, seinem besten Freund, sowie dem Fußballass Klemens umworben wird. Die drei Jungen sind im frostigen Januar als Sternsinger unterwegs. Ein Diebstahl überschattet ihre Gemeinschaft. Die zarten Bande zwischen Edith und Thomas festigen sich nach dem Übergang der beiden ins Gymnasium. Sie fahren zusammen Rad, beobachten den Gaukelflug der Rohrweihen. Als ein Kampfjet vor ihren Augen abstürzt, geht ihre Kindheit abrupt zu Ende. 50 Jahre danach treffen Edith und Thomas zufällig wieder aufeinander.

Alfons Huckebrinks Novelle spielt in einer Kleinstadt des Münsterlands. Sie widmet sich existenziellen Aspekten des Daseins wie erste Liebe, Schule, Emanzipation und Freundschaft sowie den Aporien und Abgründen der Erinnerung. Grundiert durch zeithistorische Bezüge wie den Ausbruch der Beatlemania, die Ermordung John F. Kennedys oder den Starfighter-Skandal.

Aktuelles
  • Open Call für Literaturline

    Die Literaturline sucht im Rahmen von POETRY Texte von Autor:innen mit Bezug zu Münster, die am Anfang ihrer literarischen Karriere stehen. POETRY ist Teil des Internationalen Lyriktreffens, daher soll der Open Call auch ganz besonders dazu einladen, lyrische Beiträge einzureichen, aber auch Prosa (Erzählung, Essay), Slam Poetry, Spoken Word etc. ist möglich.

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  • Gelsenkirchener Literaturstipendium

    Auch 2026 lädt die Stadt Gelsenkirchen in Kooperation mit der Stadterneuerungsgesellschaft (SEG) und der Gelsenwasser-Stiftung eine:n Autor:in unter 40 Jahren dazu ein, vom 01. Juli bis 30. September in Gelsenkirchen zu wohnen und zu arbeiten. Das Stipendium ist mi 1.600 Euro pro Monat vergütet. Einsendeschluss ist der 08. März 2026.

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  • Yōko Tawada erhält den Nelly-Sachs-Preis

    Ob in Dramen, Prosatexten oder Essays und Gedichten – im feinen Spiel mit Sprache ist Yōko Tawada Meisterin. Am 14. Dezember wurde sie dafür mit dem Nelly-Sachs-Preis der Stadt Dortmund ausgezeichnet. Traditionell wird der Preis in Anlehnung an den Geburtstag von Nelly Sachs (geboren am 10. Dezember 1891) verliehen.

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  • Alfred-Müller-Felsenburg-Preis geht an Tobias Schlegl

    Der AMF-Preis wurde am 12. Dezember an den Notfallsanitäter Tobias Schlegl verliehen. "Seine bewegenden Romane und Sachbücher", so die Jurybegründung, "erzählen einfühlsam und stark von den Arbeitswelten Rettung und Pflege." Mit seinem Debütroman "Schockraum" betrat der TV-Moderator 2020 erstmals auch als Autor die Bühne.

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