Literaturtipp


Einmal noch
Querverlag, Berlin 2024Dem Deutschitaliener Umberto gelingt es nicht, den tragischen Tod seines Mannes zu überwinden, und er beschließt, an die italienische Adria zu reisen, wo die beiden viele glückliche Urlaube verbracht haben, um sich der Frage zu stellen, wie es mit ihm in seiner Trauer weitergehen kann. In diesem vermeintlich letzten Sommerurlaub lernt er die anstrengende junge Mutter Debora, den stets gutgelaunten, jüngeren Daniele und die entwaffnende und mysteriöse alte Dame Eloisa kennen. Alle drei Bekanntschaften hindern ihn unwissentlich und auf ihre eigene Art daran, sich seiner Verzweiflung vollends hinzugeben. Während Umberto versucht, eine Entscheidung zu treffen, erfährt er etwas über seinen verstorbenen Mann, das ihn in ein Gefühlschaos stürzt. Zugleich spürt er jedoch, dass das Leben ihm noch mehr zu bieten hat. Einmal noch beschreibt die Gefühle des Verlustes, der Trauer und der wiederaufkeimenden Zuversicht, verdichtet auf eine Zeitspanne von wenigen intensiven Wochen vor der Kulisse eines italienischen Badeortes. Ein Schauplatz, der sich dem Protagonisten als profanes Klischee aufdrängt, letztendlich aber seine Rettung bedeutet.
Marcello Liscia, Jahrgang 1971 hat sich nach seinem Studium der englischen und französischen Sprach- und Literaturwissenschaften dem Beruf des Beraters, Coachs und Trainers verschrieben, der ihn seit rund 24 Jahren durch ganz Europa führt. Die Literatur hat ihn jedoch nie losgelassen und so hat er 2019 - nach einigen Anläufen in Prosa und Lyrik während seiner Studienzeit - begonnen, Romane zu schreiben. Heute lebt der gebürtige Paderborner mit italienischen Wurzeln im westfälischen Salzkotten, wo er mit seinem Mann Jan zudem eine Imkerei betreibt. Sehr bald schon wollen Marcello und sein Mann sich ihren Traum verwirklichen und einen Großteil des Jahres in Süditalien verbringen. Sein Debütroman "Ein verregneter Sommer" ist 2022 im Querverlag erschienen, sein zweiter Roman "Einmal noch" im August 2024, ebenfalls im Querverlag.