Literaturtipp

Marianne Köhne

hellblau

Marianne Köhne: hellblau, Schmallenberg: WOLL Verlag 2021.

"Der Abend ist angebrochen. Zeit für Kerzenschein und Träume. Draußen tobt ein Dezembersturm, Regen sprenkelt die Durchsicht auf Wiese und Wald. Zeit für eine Rückschau auf das, was war. Ich will mein Leben in all seiner Vielfalt, seiner Schönheit und Härte noch einmal erinnern. Was habe ich auf meinem Weg selbst bestimmt? Bin ich geführt worden? Ich weiß es nicht. Alles Erlebte macht mein Leben reich und in Erinnerung schön. Ich danke meinen Eltern, meinem Mann, meinen Kindern und Enkeln und all den wunderbaren Menschen, die meinen Weg ein Stück mitgegangen sind. Abschied - Wehmut? - Nein. Freude am Erinnern."

Wenn Marianne Köhne, 1935 geboren, an ihre Vergangenheit denkt, hat sie viel zu berichten. Fast Unglaubliches erlebte sie zum Beispiel, als sie in den Jahren 1957 bis 1959 bei der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Moskau arbeitete. Mehrmals traf sie dort den unter Hausarrest stehenden Literatur-Nobelpreisträger Boris Pasternak, dem der Kontakt zu westlichen Bürgern eigentlich untersagt war. Glücklich und zufrieden blickt Marianne Köhne auf ihr "Leben in all seiner Vielfalt, seiner Schönheit und auch Härte" zurück.

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