Literaturtipp

Ulrich Straeter

Vom Ruhrgebiet nach Helgoland

Essen: straeter-kunst-essen 2021

Mit dem Fahrrad durch die Fünfzigerjahre. Los! Mit fünfzehn will man los! Mit dem Vater 1956 auf Radtour. Von Dortmund an der stinkenden Emscher entlang über die Lippe zum Hermannsdenkmal, zur lieblichen Stadt Rinteln an der Weser und nach einer kalten Nacht auf freiem Feld über die Kaffee-Stadt Bremen bis zur stürmischen Nordsee bei Bremerhaven. Und dann aufs Meer! Zurück über Oldenburg und Münster, nach einer Übernachtung im herben Eisenbahnabteil.

Aus heutiger Sicht lässt sich einiges sagen zu den Orten, Menschen und Ereignissen, die mit der Reiseroute zusammenhingen. Zum so genannten Wirtschaftswunder, zu den Altnazis und einer Reihe der Konzerne, die es nach dem zweiten Weltkrieg wieder gab. Auch über Schiffsuntergänge im Atlantik und Orkane an der Nordsee. Über die politischen Dinge haben unsere Eltern und Lehrer uns nicht alles erzählt. Uns interessierte, was es wieder zu kaufen gab: Fußbälle, Fahrräder, Schallplatten mit Rock 'n' Roll und Jazz. Die kleine Stadt Rinteln an der Weser besaß einmal eine fortschrittliche Universität; dank Helgoland entdeckte der Autor den Revolutionär Harro Harring. Und die Firma Oetker hat nicht nur mit Backpulver und Fertigpizza zu tun…

Vater und Sohn gemeinsam auf Entdeckungstour.

www.straeter-kunst.de

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