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Rumpelstilzchen-Literaturprojekt

  • Europa und der Stier

  • Ukraine - Ansichtssachen


Im Rahmen des europa:westfalen - literaturfestival [lila we:] 2021, das das Netzwerk von März bis Mai 2021 veranstaltet, sind in Enger zwei größere Projekte geplant - jeweils mit Ausstellung und Lesung in der Galerie im Gerbereimuseum. Die Initiator*innen laden interessierte Autor*innen ein, sich mit Texten an den unten skizzierten Projekten zu beteiligen.

Projekt I:
Alexander Kapitanowski, Rumpelstilzchen-Literaturprojekt und Gäste: Europa und der Stier

Unter dem Titel "Europa und der Stier" hat der Engeraner Künstler Alexander Kapitanowski in Kohle sowie Kreide eine Folge von "Porträtzeichnungen" ausgeführt. Es ist eine Auseinandersetzung mit der Geschichte der phönikischen Prinzessin Europa und des Stiers, als der sich Zeus, der höchste Gott des antiken Griechenlands, ihr näherte, um sie dann nach Kreta zu entführen. Es ist ein Versuch, einen altgriechischen Mythos zu befragen, neu zu definieren und zu transformieren - das heutige Europa durch die Antike zu lesen. Kapitanowskis Bilder sind zum anderen auch die künstlerische Hommage an alte Meister, die sich mit dem Europa-Mythos befasst hatten.

Anders als der Mythos gibt die Bilderfolge keine Antwort auf die Frage, wie diese Zukunft aussieht - zu unterschiedlich sind die Vorstellungen der "Erziehungsberechtigten". Deshalb bleiben Alexander Kapitanowskis Bilder ohne Vollendung, ohne Finale. Sie stellen lediglich die verschiedenen Interpretations- und Wahrnehmungsmöglichkeiten der heutigen Situation in Europa dar. Alexander Kapitanowski und das Rumpelstilzchen-Literaturprojekt laden dazu ein, sich literarisch mit den Zeichnungen sowie dem Mythos auseinanderzusetzen.

Projekt II:
Thorsten Böckmann, Petra Bobbenkamp und Freunde: Ukraine - Ansichtssachen

"Ukraine - Ansichtssachen" soll den Blick an den östlichen Rand Europas lenken, der für die meisten Menschen in Deutschland hauptsächlich durch Krisenmeldungen in der Wahrnehmung sein dürfte. Wenn man heute Bilder in den Medien sieht und das Gesehene nicht glauben kann, muss man sich vor Ort überzeugen, ob das Gesehene der Realität entspricht. Aus diesem Grund reisten der im ostwestfälischen Spenge lebende und arbeitende Maler Thorsten Böckmann und seine Frau, die Autorin Petra Bobbenkamp, 2014 in die Ukraine.

In den folgenden Jahren bis 2018 verbrachten sie immer wieder einige Tage im Land. In dieser Zeit entstanden die "Ansichtssachen", die nicht die Realität vor Ort darstellen, sondern persönliche Eindrücke widerspiegeln. Im Fokus stehen die ukrainische Hauptstadt Kiew und Tschernobyl. Thorsten Böckmann und Petra Bobbenkamp laden gemeinsam mit dem Rumpelstilzchen-Literaturprojekt dazu ein, sich literarisch mit den Werken von Thorsten Böckmann sowie ihren Erfahrungen und Empfindungen auseinanderzusetzen.

Teilnahmebedingungen
Die Bilder sollen "nur" Anregungen zum Schreiben eigener Gedichte und Geschichten sein, also keine "Bildbeschreibungen", aber auch keine vordergründigen politischen Statements. Bilder und ausgewählte Texte werden in der Ausstellung miteinander in Beziehung gesetzt. Außerdem ist die Herausgabe einer Broschüre bzw. eines Buches mit den Bildern und Texten geplant. Interessierte Autor*innen können unter der E-Mail-Adresse europa.westfalen@remove-this.t-online.de und mit dem Betreff "europa:westfalen 2021" bei dem Koordinator des Rumpelstilzchen-Literaturprojekts Michael Hellwig eine PDF-Datei eines oder beider Projekt/e erbitten. Die Bilder von Alexander Kapitanowski stehen auch auf dessen Website zum Download zur Verfügung. Texte müssen als E-Mail-Anhang (docx-, txt- oder odt-Datei) bis zum 31. Dezember 2020 ("Ukraine - Ansichtssachen") bzw. 31. Januar 2021 ("Europa und der Stier") über die E-Mail-Adresse europa.westfalen@remove-this.t-online.de und mit dem Betreff "Ukraine - Ansichtssachen" bzw. "Europa und der Stier" eingereicht werden. Es dürfen mehrere Beiträge eingereicht werden, die einzelnen Texte sollten für die Texttafeln in der Ausstellung (bei 17-pt-Schrift) auf eine DIN-A4-Seite passen. Es dürfen auch längere Texte eingereicht werden, aber die könnten dann bestenfalls in die geplante Broschüre / das geplante Buch aufgenommen werden. Soweit die einzelnen Beiträge einen konkreten Bezug zu einem der Bilder haben, sollte der genannt werden, um die Zuordnung zu erleichtern. Außerdem benötigt werden Kurzbiographien und Adressen, an die gegebenenfalls die Gratis-Belegexemplare versendet werden können. Broschüren/Bücher können nur herausgegeben werden, wenn genug geeignete Texte eingereicht werden. Durch die Beteiligung an den Projekten entsteht kein Anspruch auf Aufnahme eines Textes in die Ausstellungen oder Broschüren/Bücher. Die Entscheidung treffen die Herausgeber*innen.