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19.06.2019

Aber ich schrieb mich verrückt

  • Ausstellungsvitrine



Eine Wolfgang Welt Ausstellung

Wolfgang Welt (WoW) wurde 1952 auf der Wilhelmshöhe in Langendreer geboren und wohnte bis auf eine kurze Zeitspanne zeit seines Lebens dort. Er schrieb in den 70er und 80er Jahren für verschiedene Zeitschriften, wie Marabo, Musikexpress und Sounds, Musik- und Literaturkritiken. Nach einer psychischen Erkrankung beendete er seine Journalistenlaufbahn und wurde Nachtportier zuletzt im Schauspielhaus Bochum. In seinen autobiografischen Romanen beschrieb nicht nur sein Leben, sondern erstellt auch einen interessanten Überblick über die Musikkultur insbesondere in Bochum. Am 19. Juni 2016 verstarb er. Der Nachlass wurde an das Heinrich Heine-Institut übergeben, welcher im letzten Jahr in einer Ausstellung veröffentlicht wurde.

Diese Ausstellung wird nun dank Gabi Wörenkämper (Schwester von WoW) und Karsten Höser (Langendreer hat’s) in den Heimatort Langendreer gezeigt. Unterstützt wurden sie dabei durch Vertreter vieler Langendreerer Vereine und Institutionen, wie der Bezirksvertretung Bochum-Ost, dem Heinrich Heine Institut aus Düsseldorf, den Vereinen Der Laden, Langendreer hat's, Langendreer liest, LutherLAB, Verkehrs- und Geschichtsverein Langendreer/Werne und Werbegemeinschaft Alter Bahnhof sowie dem Zwischenfall Langendreer, Norbert Kurtz.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Mittwoch, 19. Juni 2019, dem Todestag des Schriftstellers, in der Lutherkirche statt. Unter anderem wird Frank Goosen aus den Büchern von Wolfang Welt vorlesen. Die Ausstellung wird anschließend sechs Wochen lang jeden Freitag und Samstag von 15:00 bis 19:00 Uhr geöffnet sein.

Die BesucherInnen können sich die vielen Ausstellungsstücke aus dem Leben des Musikjournalisten und Buchautoren anschauen. In zahlreichen Vitrinen liegen Originalmanuskripte, Briefe, Fotos, Teile seiner Schallplattensammlung, die Schreibmaschine, auf der Wolfgang Welt seine Bücher geschrieben hat, und vieles mehr aus. Zum ersten Mal sind viele Privatfotos von Familienangehörigen und Freunden sowie das Kostüm, welches Welt in seiner Rolle als Portier im Schauspielhaus getragen hat, zu sehen. Zusätzlich zeigt eine Medienstation Bild- und Filmbeiträge und die Besucher können sich durch die Titel der "Welt Top 20" hören.

Ein Rahmenprogramm mit ausgewählten Künstlern ergänzt die Ausstellung:

  • Mi, 19. Juni - Frank Goosen
  • Sa, 22. Juni - Thomas Anzenhofer
  • Fr, 28. Juni - Helmut Brasse spielt Buddy Holly
  • Sa, 29. Juni - Mike Litt: Die ganz persönliche Sicht auf WoW mit musikalischen Erinnerungen
  • So, 07. Juli - Arne Nobel liest aus Fischsuppe
  • Fr, 12. Juli - Klaus Märkert: Bochumer Autor trifft Bochumer Autor
  • Fr, 19. Juli - Peter "Zonte" Zontkowski
  • Sa, 27. Juli - Rainer Küster


Weiteres:
  • Ausstellungsinstallation: Jeremias H. Vondrlik
  • Ein Projekt des Heinrich-Heine-Instituts, Düsseldorf