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17.07.2021 - Unna

Fern

  • Sanaz Zaresani

  • Projekt "Neu in Deutschland"



Eine Veranstaltung im Rahmen von "Nah und Fern" - Literaturfestival

Erstmals wird unter dem Titel Nah und Fern ein kleines Literaturfestival im Metropolengarten auf Dahlbusch veranstaltet. In Kooperation mit dem Referat Kultur der Stadt Gelsenkirchen hat der Veranstaltungsleiter, Helmut Warnke, Literat*innen aus nah und fern, eingeladen, aus ihren Büchern zu lesen. Begleitet werden die Lesungen von kurzen Musikeinlagen.

Der zweite Festivaltag steht unter dem Motto "Fern". Beginnen wird die Lyrikerin Sanaz Zaresani aus Kelmis, Belgien. Sie liest, auf Farsi und Deutsch, aus ihrem Gedichtband Silhouette. Sanaz Zaresani wurde 1980 in Sarab/Iran geboren und gilt als eine der begabtesten Literatinnen der nachrevolutionären Ära Irans. Sie verließ 2008 ihre Heimat aufgrund jener Schwierigkeiten und bedrohlichen Repressalien, denen eine kritische, kreative Frau ausgesetzt ist, und lebt nach einem einjährigen Aufenthalt in Istanbul seit Herbst 2010 in Deutschland und Belgien.

Anschließend wird der Autor und Lyriker Sul Taufiq aus Aachen aus seinen Büchern lesen. Suleman Taufiq ist ein deutsch-syrischer Autor, als Lyriker, Erzähler, Publizist und Herausgeber und Übersetzer arabischer Literatur bekannt und lebt in Aachen. 1953 wurde er in Beirut geboren. 1971 emigrierte er nach Deutschland. Er ist Mitglied des Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller sowie des PEN-Zentrums Deutschland. Neben Gedichten, Romane, Erzählungen und Essays schreibt er Geschichten für Kinder und übersetzt arabische Werke ins Deutsche. Darüber hinaus arbeitete er als Autor für Radio, u.a. für WDR, HR, SWR und DLR. Er erhielt 1983 den Literaturpreis der Stadt Aachen und ist zweifacher Stipendiat des Kultusministeriums NRW.

Musikalisch ergänzt wird diese Doppellesung von der Cellistin Imola Gombos aus Eitorf/Sieg. Imola Gombos wurde in Budapest geboren. In den Jahren 1990 und 1993 war sie Preisträgerin des staatlichen Cellowettbewerbs in Ungarn.

Abschließend gibt es eine Lesung aus dem Projekt Neu in Deutschland (nid) aus Bochum. Nid ist ein literarisches Demokratieprojekt. Es entstehen Texte über Flucht und Ankommen aber auch über Liebe. Ein Leitsatz von Nid ist: "Unserer zweiten Mutter Deutschland haben wir viel zu verdanken, aber auch viel zu geben. Das versprechen wir Ihnen." 2016 erhielt "nid" den Deutschen Lesepreis und gelangte unter die besten zehn beim Nationalen Integrationspreis 2018 der Bundeskanzlerin. Musikalisch begleitet wird die Lesung durch den Sazmusiker Rawend Ali, der seit einigen Monaten in Gelsenkirchen beheimatet ist.


Beginn: 17.07.2021 / 16:00 Uhr
Ort:

Metropolengarten auf Dahlbusch
Steeler Straße 61, 45884 Gelsenkirchen
Anfahrt (Google Maps) >>

Eintritt: frei
Veranstalter: Metropolengarten auf Dahlbusch e.V. in Kooperation mit dem Referat Kultur der Stadt Gelsenkirchen

Weiteres:
  • Unterstützt wird das Literaturfestival von der Sparkasse Gelsenkirchen, dem Stadtmarketing Gelsenkirchen und der Stadterneuerung Gelsenkirchen.
  • Es gelten die jeweiligen Coronabestimmungen.
  • Weitere Termine des Festivals: 10. Juli: "Nah" und 18. Juli: "Open Stage Literatur"