Viele Stimmen.
Eine Region.

23.01.2019

Joachim Kersten und Bernd Rauschenbach: "Kühe in Halbtrauer"



Klassiker neu gelesen: Arno Schmidt

Arno Schmidt (1914-1979) gilt vielen immer noch als ein schwer zugänglicher Romancier und Erzähler - meist wird dann nur an sein gigantisches Hauptwerk "Zettel's Traum" gedacht, das in der Tat studiert und bewältigt werden will. Alle seine anderen Erzählungen und Romane lassen sich nach kurzer Einlese- und Gewöhnungszeit viel einfacher, unterhaltsamer und zumeist vergnüglicher lesen. Arno Schmidt ist nämlich einer der großen deutschsprachigen Humoristen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

In der 1961 geschriebenen Erzählung "Kühe in Halbtrauer" beginnt Schmidt, die Erkenntnisse seiner Sigmund-Freud-Lektüre für seine Literatur nutzbar zu machen, indem er in Anlehnung an Freuds "Traumdeutung" seinem Oberflächentext ein weitgehend unsichtbares Netz von meist sexueller Doppeldeutigkeiten unterlegt.

Joachim Kersten und Bernd Rauschenbach gehören seit Jahrzehnten zum Vorstand der Arno Schmidt Stiftung und haben zahlreiche Hörbücher mit Schmidts Werken aufgenommen. Sie sind beide als Herausgeber literarischer Werke und als Autoren tätig. Joachim Kersten ist im Hauptberuf Anwalt und fungiert als Justitiar der Arno Schmidt Stiftung.



Weiteres:

Karten nur an der Abendkasse