Viele Stimmen.
Eine Region.


Austausch und aktive Zusammenarbeit fördern, Vielfalt, Qualität und Stärke des literarischen Lebens in Westfalen profilbildend und nachhaltig verankern - das sind die Ziele des Netzwerks literaturland westfalen. Als Gemeinschaftsprojekt regt es Kooperationen und dauerhafte Verbindungen zwischen literarischen Einrichtungen der Großregion an und fördert den regelmäßigen Austausch untereinander. Als Marketingprojekt macht es die Fülle des literarischen Lebens in Westfalen nicht nur vor Ort, sondern auch überregional bekannt.
 

Netzwerkbildung

Das 2008 veröffentlichte Gutachten "Kunst.NRW" der nordrhein-westfälischen Landesregierung, in dem Westfalen lediglich am Rande erwähnt wurde, zeigte deutlich, dass es für die Kulturschaffenden der Region nur von Vorteil sein kann, sich noch stärker als bislang gemeinsam zu engagieren und zusammen in Erscheinung zu treten. Aus diesem Impuls heraus gründete sich 2009 das Projekt "Kultur in Westfalen", angesiedelt beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), dessen Aufgabe darin besteht, die Kultur in Westfalen zu stärken und langfristig einen Beitrag zur Profilbildung der Region zu leisten.

Gründungsintendant des Netzwerks und ehemaliger Leiter des WLB Dr. Herbert Knorr mit LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger bei der Auftakt-Pressekonferenz 2011 © WLB

Auf Initiative dieses Projekts schloss sich unter dem Titel literaturland westfalen bald darauf ein eigenes Netzwerk speziell der literarischen Akteure zusammen, an dem sich mittlerweile bereits mehr als einhundertfünfzig literarische Institutionen und Initiativen aus ganz Westfalen beteiligen. Federführend organisiert vom Westfälischen Literaturbüro in Unna e.V. (WLB) hat sich das Projekt seitdem gut entwickelt und ist stetig gewachsen. Zum literaturland westfalen gehören heute Spezialist*innen für bestimmte Autor*innen oder Epochen genauso, wie solche für bestimmte Sparten, Gattungen und Vortragsformen. Darunter sind literaturhistorische Gesellschaften wie die Peter-Hille-Gesellschaft in Paderborn, die Annette-von-Droste-Gesellschaft in Münster und die Grabbe-Gesellschaft in Detmold, Literaturbüros und andere Einrichtungen der Literatur- und Autor*inenförderung. Museen und Archive, Festivalveranstalter, Bibliotheken und Volkshochschulen sind ebenso beteiligt wie Theater und Slam-Bühnen in Westfalen. Die vom Dachprojekt geleistete Netzwerkarbeit führt inzwischen regelmäßig zu neuen Kooperationen unter den beteiligten Einrichtungen und Personen sowie zur Entwicklung und Realisierung neuer Einzelprojekte.

Gemeinsame Veranstaltungsauftritte

Das literaturland westfalen tritt auch mit eigenen Sonderveranstaltungen in Erscheinung. Den Beginn machte im Zeitraum 2012/13 ein umfangreiches Jahresfestival, in dem allein 25 neue Großprojekte und Programmreihen sowie mehr als 100 Einzelveranstaltungen präsentiert wurden, die von den Partnern speziell für diesen Anlass konzipiert worden waren. Dabei kooperierten viele der beteiligten Einrichtungen zum ersten Mal miteinander, um auch auf diese Weise gemeinsam die Fülle des literarischen Lebens in Westfalen überregional bekannt zu machen. Ausführliche Informationen zum Jahresfestival 2012/13 finden Sie in unserem zusammenfassenden Bilanzmagazin.

Im Herbst 2017 entwickelte und veranstaltete das Netzwerk der literarischen Akteure Westfalens mit hier! festival. regional. international. dann zum ersten Mal ein gemeinsames Festival, das unter einem speziellen Thema stand. Der Titel wurde dabei von den vielen beteiligten Partnern auf kreative Weise aufgegriffen und mit jeweils ganz eigenen Inhalten gefüllt. Auf diese Weise setzten erneut mehr als sechzig literarische Einrichtungen, Initiativen und engagierte Einzelakteure aus ganz Westfalen fünf Woche lang geballt die literarische Bandbreite und spezifischen Stärken des literarischen Westfalens in Szene. Weiterlesen unter [festival] >>

Für das Frühjahr 2021 plant das literaturland westfalen nun einen weiteren gemeinsamen Veranstaltungsauftritt unter dem Titel europa:westfalen. Das Thema "Europa" soll im Programm dabei sowohl als geographisches Gebilde als auch als politisches Projekt behandelt werden - und zwar in historischer Hinsicht genauso wie in Bezug auf seine gegenwärtige Verfasstheit. Mit Veranstaltungen, die das wichtige und hochaktuelle Thema von vielen Seiten aus beleuchten, verbindet das Netzwerk zugleich das Statement, dass Literatur auch einen wichtigen Beitrag zu gesellschaftlichen und politischen Debatten leisten kann und wichtige Impulse auch über die ihr eigene Sphäre der Kunst hinaus zu setzen vermag.

Die Dachmarke [lila we:]

Seit 2012 präsentiert das Netzwerk literaturland westfalen das literarische Leben in der Großregion Westfalen mit einer gemeinsamen Werbekampagne. Mit dem lila "W" und dessen lautschriftlicher Umsetzung [lila we:] wurde eine einprägsame Wort-Bild-Marke geschaffen, die in sämtlichen Marketingmaßnahmen des Projekts zum Einsatz kommt.

Neben seiner Website macht literaturland westfalen auch mit einem monatlichen Newsletter auf sich und das literarische Geschehen in Westfalen aufmerksam, und natürlich ist das Projekt auch bei Facebook und Instagram vertreten.

Den digitalen Medien als Werbemittel an die Seite gestellt sind klassische Drucksachen. literaturland westfalen schaltet Werbeanzeigen und erstellt umfangreiche Programmhefte, Broschüren und Flyer, mit denen nicht nur die projekteigenen Aktivitäten beworben werden, sondern auch über sonstige anstehende Veranstaltungen, Preisverleihungen und weitere literarische Höhepunkte in Westfalen informiert wird.

Klicken Sie auf das Bild, um digital im aktuellen [lila we:]-Magazin zu blättern. Oder bestellen Sie es kostenfrei unter post@literaturlandwestfalen.de oder Tel. 02303-963850.

Die Dachmarke [lila we:] ist mittlerweile zu einem echten Aushängeschild für die Kulturlandschaft Westfalen-Lippe geworden. Aus gutem Grund gelten das Netzwerkprojekt und seine Kulturmarke mittlerweile als vorbildhaft für literarische Aktivitäten auch in anderen Regionen NRWs und darüber hinaus.
 

Moderatorin Amelie Fried im Gespräch mit den Schriftstellern Burkhard Spinnen und Najem Wali bei der Auftaktshow von literaturland westfalen im Ruhrfestspielhaus Recklinghausen © WLB