Literaturtipp

Martin Simons

Beifang

Berlin: Aufbau 2022

Die Zechensiedlung Beifang am Rande des Ruhrgebiets: Hier lebt in den Nachkriegsjahren der Hilfsarbeiter und zwölffache Vater Winfried Zimmermann ein Leben zwischen Verzweiflung, Armut und lebensbejahender Anarchie. Als Frank, sein Enkel, Jahrzehnte später mit seinem eigenen Vatersein hadert, macht er sich auf Spurensuche. Weil sein Vater schweigt, sucht Frank den Kontakt zu seinen zahlreichen Onkeln und Tanten, die alle von der Kindheit in Armut und der Enge einer Zechenhaushälfte gezeichnet sind.

Der neue Roman von Martin Simons - über die Unfreiheit der Herkunft und eine andere Geschichte aus dem Wirtschaftswunderland Deutschland. Martin Simons erzählt präzise und leicht von dem verborgenen Fortwirken eines von Mittellosigkeit, Gewalt und Stolz geprägten Milieus, das trotz aller äußeren Widrigkeiten kein Selbstmitleid kennt, und vom Vater- und Sohnsein in einer ungewöhnlichen Familie.

Aktuelles
  • Lagerfeuergeschichten gesucht!

    Der Verein BördeAutoren e.V. richtet für das BördeBuchFest einen Schreibwettbewerb für Kinder und Jugendliche aus. Eine Einsendung ist bis zum 31. Dezember möglich.

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  • Queeres Erzählen

    Auf Initiative von Burg Hülshoff - Center for Literature und auf Einladung von Donat Blum, Lann Hornscheidt und Ronya Othmann kamen vom 13. bis 15. November etwa zwanzig Autor:innen auf Burg Hülshoff zusammen.

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  • Neue künstlerische Leitung und Saisonrückblick

    Mit Traudl Bünger und Tilman Strasser hat "Wege durch das Land" seit September 2022 ein neues Duo an der Spitze. Impressionen auf die vergangene Saison bietet ein Video.

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  • GWK-Förderpreis Literatur 2022

    Die Gesellschaft für Westfälische Kulturarbeit (GWK) hat Förderpreise und Arbeitsstipendien im Gesamtwert von 30.000 Euro an exzellente junge Künstler:innen vergeben.

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